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Landwirtschaft im Fokus - Agrarpolitisches Seminar

Honigbiene, Heumilch und das Image der Landwirtschaft standen am 17. April im Mittelpunkt des Agrarpolitschen Seminars der Landjugend Salzburg im Hotel Heffterhof.


Die ökologischen und wirtschaftlichen Leistungen der Biene, Trend Heumilch, Waldwirtschaft im Spannungsfeld und Effizienzsteigerung im Grünland waren die Themen dieses Tages. Mit dem Agrarpolitschen Seminar ging die Landjugend nun nach den Agrarkreisen, die mehrmals im Jahr stattfinden, einen Schritt weiter. "Unseren Mitgliedern Weiterbildung in Sachen Agrarpolitik anzubieten, sehen wir als unseren Auftrag", sagt die Salzburger Landjugendreferentin Barbara Nitsch.
Zielgruppe der Veranstaltung waren junge Bauern und zukünftige Hofübernehmer. Die Maßnahmen müssen jetzt gesetzt werden. Erstrebe ich einen Vollerwerbsbetrieb? Öffnen sich Nischen? Oder suche ich mein Glück außerhalb der Landwirtschaft? Mit diesen Fragen sehen sich die zukünftigen Landwirte konfrontiert - die Gemeinsame Agrarpolitik der EU wurde reformiert, manche Rahmenbedingungen sind verändert.



Was sich laufend durch den Tag zog, war die Frage des Images. So fand sich in der abschließenden Diskussion "Bauernhofromantik vs. Produktionsrealität – Imagebildung durch Eigenverantwortung" ein guter Abschluss. Auf dem Podium: Landesrat Dipl.-Ing. Dr. Sepp Schwaiger, Mag. Nicole Berkmann, Unternehmenssprecherin von Spar, Dr. Hans Gmeiner, Journalist, Thomas Weber, Herausgeber Biorama und Ing. Reinhard Schröcker von der Landjugend. Immer wieder ist das idyllische Bild, dass die Werbung von der Landwirtschaft zeichnet, ein Streitthema zwischen Bauer, Konsument und Handel.


"Werbesujets sind erprobt und erfolgreich, aus diesem Grund werden sie verwendet. Und unsere Landwirtschaft unterscheidet sich auch von anderen Produktionsgebieten. Wir sind immer noch kleinstrukturiert und in unserem Bundesland Salzburg ist vieles auch so, wie wir es von Bildern kennen. Unser Bild von uns und unserer Landwirtschaft geben wir dort ab, wo wir sind - auf unserem Hof - und da können wir selbst an uns arbeiten", so Landesrat Schwaiger.
Dem pflichtete auch Thomas Weber bei: "Die Landwirtschaft unterscheidet sich von industriellen Betrieben. Im Vergleich zu anderen haben wir diese Idylle und wenn wir sie abbauen, tun wir uns nichts Gutes."


Einig waren sich die TeilneherInnen darin, dass sie ihre Arbeit offener darstellen könnten - sei es mittels Sozialer Netzwerke oder live Cams im Stall. "Die Geburt eines Kalbes, die tägliche Fütterung oder das Melken vermittelt die Arbeit der Bauern und bildet Bewusstsein", so Teilnehmer Maximilian Brugger. Der Konsument kann nur dann wissen und beurteilen, wenn es ihm jemand zeigt und so gesehen liegt es in den Händen der Bauern, ihr Image zu gestalten.


Autorin: Ulrike Grabler, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, LK Salzburg


22.04.2014

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